|
Am vergangenen Samstag (30.10.) hat der RC Hude nach vielen Jahren wieder eine mittelalterliche Turniertradition aufleben lassen. Im sogenannten Ringstechen maßen sich 30 Reiter und Reiterinnen. Hoch zu Pferd wurde im Galopp versucht mit Hilfe einer 40 cm langen Lanze, ein Ring aus einem nach unten geöffneten Metallbehälter zu ziehen. Was im Mittelalter noch der Ausbildung der Ritter als Vorbereitung auf die großen Wettkämpfe diente, ist mittlerweile neben den gewöhnlichen Wettkämpfen, wie Dressur und Springen, zu einer weiteren Form des Kräftemessens geworden. Das Ringstechen stellt an Reiter und Pferd große Anforderungen, muss doch das Pferd im Galopp sicher beherrscht werden. Daneben benötigt der Reiter eine ruhige Hand und ein geübtes Auge, um einhändig mit der Lanze den gut acht Zentimeter durchmessenden Ring zu treffen und aus der Bewegung heraus nach unten aus dem Metallbehälter zu lösen. Geritten wurde immer im Wechsel. Nach zehn Durchgängen konnte der Sieger mit den meisten Ringen ermittelt werden. Der Verein gratuliert zu diesem Erfolg auf Ponys Alina Bergemann (6 Ringe) Lutz Harfst (4 Ringe) und Svenja Simeike (3 Ringe + 1 Ring im Stechen) und auf den Pferden Ulf Strothotte (10 Ringe), Katharina Alker (6 Ringe) und Jane Wenekamp (5 Ringe + 2 Ringe im Stechen)
Für die etwas unerfahreneren Kinder wurde die Disziplin gelockert. Die Nutzung der Lanze entfiel, der Ring musste mit der Hand aus dem Behälter entnommen werden. Viel leichter als mit der Lanze war dies jedoch nicht. Die Beherrschung des Pferdes war auch hierfür eine unabdingbare Voraussetzung, so dass es auch den Kindern gelang aus dem Trab heraus, die Ringe zu erlangen. Sieger dieser Ausscheidung waren Celine Burgdorf (10 Ringe + 3 Ringe im Stechen), Vanessa Löwenstein (10 Ringe + 3 Ringe im Stechen) und Chiara Stöver.
Die fünf bestplatzierten werden im November am Kreisringstechen teilnehmen. Der Vorstand wünscht hierfür schon jetzt eine ruhige Hand und viel Erfolg.
|

|